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Autor Thema: Klage eines familien- und berufs"geplagten NKC-Fansgeplagten
harry
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ID # 70


  Erstellt am 11. Juli 2011 10:13 (#1)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Da immer wieder Anfragen kommen, ob denn eigentlich am Forum noch Interesse besteht, muss ich mal was loswerden:

Als Familievater Ende 30 hat man so seine beruflichen Verpflichtungen, damit mit "Mein Haus, mein Auto" - auf "mein Boot" verzichte ich - alles seine Richtigkeit hat. Und auch nach Feierabend sorgen zwei Kinder für Beschäftigung, und WENN die dann endlich mal im Bett sind wäre es ja auch nicht wirklich nett sich gleich in den Bastelkeller zurückzuziehen, und selbst wenn ist man dann oft schlicht zu müde um noch viel zu machen. Wenn man dann tatsächlich mal etwas Zeit hat, dann warten die Steuererklärung, die zunehmend chaotischen Verhältnisse im Keller oder ganz einfach ein Familienausflug ins Grüne.

Kurzum, Bastelei läuft im Schneckentempo. Selbst kleine Projekte arten zur Never Ending Story aus.

Das Wort "Klage" ist natürlich nicht wörtlich zu nehmen. Beruf und/oder Familie zu verlieren wäre das letzte was ich mit wünschen würde, und ich würde diesen Beitrag nicht schreiben wenn ich glauben würde dass ich mit diesen "Problemen" (auf die Anführungsstriche lege ich großen Wert) allein dastehe. Das "Täterprofil" männlich, zur Blütezeit des NKC zwischen 15 und 25, technische Berufswahl, legt nahe, dass es bei den Anderen mehr oder minder genauso ist.

Daher möchte ich die Redaktion bitten, die allgegenwärtige Passivität nicht als Desinteresse zu interpretieren. Ich könnte Romane schreiben über Projekte die ich gerne machen würde, aber über das was ich mache gibt es eben nicht viel zu sagen. Ich zeihe jedenfalls den Hut vor allen, die trotzdem noch was zustande bingen.

P.S. Sorry für die verpatzte Überschrift. Wie ich schon sagte, die Muße fehlt ganz einfach.

Beiträge: 12 | Mitglied seit: Februar 2007 | IP-Adresse: gespeichert
hschuetz
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ID # 3


  Erstellt am 11. Juli 2011 16:52 (#2)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Hallo Harry,
ist schon schön wenn man eine Webseite und ein Forum betreibt und sich so ab und an mal jemand meldet! Ich sitze im Prinzip in der selben Zwickmühle...Familie, Beruf, K...ahhh nein, jetzt ist meine Tochter über 20 und nicht mehr ganz so anspruchsvoll...dafür würde die Frau....na ja ich will nicht jammern...ab und an komme ich dann auch zu meinem Hobby...
Manchmal ist das Fernsehprogramm so schlecht...dann gehe ich in meine Bastelecke und los...
Mach weiter, lass dich nicht unterkriegen...irgendwann klappts dann schon
Gruß
Hans-Werner

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Ob 8bit oder 16 oder 32 ist doch egal, Haupsache selbstgebaut!

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m.haardt
Fühlt sich wie zu Hause
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ID # 93


  Erstellt am 11. Juli 2011 22:53 (#3)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
So sieht es aus! Im Januar hatte ich Urlaub, bevor ich zu einem neuen Arbeitgeber wechselte, und verteilte die Zeit zwischen Basteln und Haus. Seitdem tat sich gar nichts mehr am SBC.

Nachdem ich mich länger intensiv mit Forth befasste und mein eigenes System implementierte, nehme ich inzwischen Abstand davon und befasse mich mit dem Design einer virtuellen Maschine als Ziel eines C-Compilers. Die typischen 8/16-bit CPUs sind nicht sehr geeignet, um direkt Maschinencode dafür zu erzeugen: Viel Datenbewegung, wenig Aktion. Ein portabler Compiler für portable, aber halbwegs effiziente, Systemsoftware wäre schon eine feine Sache.

Michael

Beiträge: 404 | Mitglied seit: April 2008 | IP-Adresse: gespeichert
harry
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ID # 70


  Erstellt am 18. Juli 2011 10:55 (#4)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
So macht man sich gegenseitig Mut ;-). Und wie gesagt, ich will mich nicht ausheulen, sondern meine Passivität hier im Forum erklären - und wie ich vermute auch die Passivität so manch Anderer.

Mein Traumprojekt ist ein NKC mit EZ80-CPU. Im Prinzip reicht da ja schon ein sehr einfacher Adapter für das EZ80F91-Modul an den NKC-Bus. Ich suche noch nach der elegantesten Lösung für I/O-Zugriffe (Einfügen von Wartezyklen, kein versehentlicher Zugriff auf On-Chip-Peripherals, etc). Im Moment tendiere ich eher zur Softwarelösung (Ersetzen aller I/O-Befehle), da 100% Softwarekompatibilität ohne faule Kompromisse bei der Performance (z.B. langsamer Busmodus) nicht möglich sind.

Beiträge: 12 | Mitglied seit: Februar 2007 | IP-Adresse: gespeichert
hschuetz
Administrator
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ID # 3


  Erstellt am 18. Juli 2011 14:53 (#5)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Hallo Harry,
ich kenne den EZ80 leider nicht, aber für den NKC brauchst du nur den IO Bus, wenn der den Speicher an Bord hat. Den kann man sicherlich auch mit der CPU nachbilden.
Probieren geht über studieren...
Gruß
Hans-Werner

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Beiträge: 793 | Mitglied seit: Juni 2004 | IP-Adresse: gespeichert
harry
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ID # 70


  Erstellt am 28. August 2011 13:20 (#6)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Hallo Hans-Werner,

Ich bin derzeit noch am Schwanken wie viel Softwarekompatibilität sein muss. 100% geht wie gesagt nicht, da ich sonst mit Wartezyklen und On-Chip-Peripherals Probleme kriege.

Aber es hat nicht viel Sinn das hier groß auszubreiten. Wenn ich mal etwas Zeit habe (also womöglich nie :-/)werde ich einfach mal zusammenstellen was ich habe und es im EZ80-Thread posten.

Beiträge: 12 | Mitglied seit: Februar 2007 | IP-Adresse: gespeichert
m.haardt
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ID # 93


  Erstellt am 29. August 2011 23:27 (#7)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Ich denke, man muss den NKC als Konzept, nicht als fertiges System verstehen. Seit Backplanes nicht mehr unerschwinglich teuer sind, ist man mit dem ECB-Anschluss besser bedient, weil auf der Basis auch sonst noch Einiges entwickelt wird. Die späten NKC-Karten boten das darum auch an.

Der Clou ist die Modularität. Einst war es von der Packungsdichte her für Hobbyisten kaum möglich, ECB SBCs zu bauen, also baute man CPU und RAM als getrennte Module. Das muss inzwischen nicht mehr sein, aber die Peripherie ist immer noch modular sinnvoll.

Softwarekompatibilität, wozu? Floppies sind nur noch vom nostalgischen Aspekt her interessant. Was fehlt, ist z.B. eine ECB-Karte, die SPI in Hardware macht, um SD/MMC Karten effizient anzusteuern. Die Konsole kann man ruhig seriell auf dem SBC implementieren und so kann man im Monitor auch HEX-Files laden. ECB nur für I/O, Interrupts und evtl. DMA zu nutzen reicht.

Ich bin inzwischen mit meinem SBC etwas weiter: Der Codegenerator des C-Compilers kann seit gestern immerhin puts() compilieren und die virtuelle Maschine führt es aus. Es ist schade, dass seinerzeit beim NKC alles in Assembler geschrieben wurde. In C hätte die Software zwischen den Architekturen portabel sein können.

Michael

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